Wie suchen wir die Deckpartner aus?

Bei der Auswahl der Deckpartner legen wir besonderen Wert auf die Gesundheit (HD, Ellebogen, möglichst keine Inzucht). Außerdem möchten wir nicht nur schöne, sondern auch arbeitsfreudige, triebstarke, nervenfeste Leistungshunde züchten. Deshalb sollte auch der Rüde einen ausgeprägten Spieltrieb und gute Nerven haben.

Trächtigkeit und Geburt

Da wir, wie schon beschrieben, gewisse Ansprüche an die Rüden stellen, muß ich oft weite Strecken zum Decken in Kauf nehmen. Ist die Hündin läufig, wird ein Abstrich gemacht, damit wir sicher sind, daß die Hündin bakterienfrei ist. Gibt der Tierarzt anschließend anhand des Progesterontest grünes Licht, fahre ich für 2-3 Tage zum Rüden. Jetzt geht das große Bangen los. Nach 28 Tagen sagt uns dann der Ultraschall, ob wir uns auf Welpen freuen dürfen. Bei festgestellter Trächtigkeit wird die Hündin ab der 6. Woche mit hochwertigerem Futter versorgt. Am 52. Tag wird geröntgt, damit wir wissen, wie viele Welpen zu erwarten sind. Zu diesem Zeitpunkt darf die Hündin immer mal wieder in den Wurfraum, damit die Hündin sich hier zu Hause fühlt. Unsere Hündinnen werfen im Haus, wo sie auch ca. 14 Tage bleiben. Ist der Tag der Geburt gekommen, schlafe ich bei der Hündin, um in der Nähe zu sein, wenn die Hündin Hilfe braucht. Nach ca. 14 Tagen ziehen die Welpen ins Außengehege, wo sie später auch einen großen Auslauf zur Verfügung haben. Bis die Welpen ca. 4 Wochen alt sind läuft täglich eine Geräusch-CD, wo sie mit verschiedenen Geräuschen (Auto-, Fluglärm, Eisenbahn, Staubsauger, Küchenmaschine, u.v.m.) konfrontiert werden. Es wird über jeden Welpen genau Buch geführt (täglich Wiegen, wann die erste Milch vom Teller aufgenommen wird, erste feste Nahrung, u.s.w.). Diese Aufzeichnungen erhält jeder Welpenkäufer mit diversen anderen Unterlagen am Tag der Abgabe.

5. bis 9. Woche die wichtige Prägephase

Sind die Welpen 4 Wochen alt (in der 5. Lebenswoche), geht die Arbeit erst richtig los. Jetzt werden sie langsam von der Mutter entwöhnt und fressen selbstständig (d.h. 4 mal täglich füttern).

Außerdem kommen täglich die Kinder aus der Nachbarschaft, um unter meiner Aufsicht mit den Welpen zu spielen. Die Rasselbande wird an Leine und Halsband gewöhnt. Mit 6 Wochen machen wir auch schon mal kleinere Spaziergänge. Wenn sie mit 7 Wochen das 1. Mal geimpft sind, fahren wir mit dem Auto in die Stadt. Hier wird ein Einkaufszentrum besucht, Aufzug gefahren, ein Bahnhof erobert, u. v. m. Abends kann man dann nicht sagen wer müder ist, die Welpen oder wir. Wenn die Welpen 7 Wochen alt sind, steht auch ein Besuch im nahe gelegenen Wildpark und die Eroberung der Grundschule auf dem Lehrplan. Abgegeben werden unsere Welpen mit 8 Wochen, nachdem sie geimpft und tätowiert sind. Ich möchte behaupten, wenn unsere Welpen abgegeben werden, haben sie die besten Voraussetzungen, um ein guter Familien- und Arbeitshund zu werden.

Welpenkäufer

Wenn ein Welpeninteressent bei uns anruft, vereinbare ich möglichst einen Termin für ein persönliches Gespräch. Ich finde es wichtig, daß man sich kennen lernt und der Käufer sich ein Bild von den Hunden und uns machen kann. Kommt es dann dazu, daß der Interessent dem Kauf zustimmt und er uns auch geeignet erscheint, notiere ich Adresse und Telefonnummer. Jetzt heißt es erst mal warten. Wenn ich sicher bin, daß die Hündin trägt, wird der Käufer vorab informiert. Sind die Welpen geboren, rufe ich wieder an. Jetzt kann sich der Welpeninteressent schon freuen, denn nach 4 Wochen darf er uns besuchen und sich einen Welpen aussuchen. Naja, das stimmt nicht ganz, ein Mitspracherecht, welcher Hund zu ihm paßt, habe ich auch, denn ich kenne die Welpen am besten. Sind die Welpen 4 Wochen alt, kann der zukünftige Besitzer kommen, wann und sooft er will. Je öfter desto besser.

Betreuung nach der Abgabe

Auch nach der Abgabe der Welpen liegt uns viel daran, einen guten Kontakt zu den Welpenkäufern zu halten. Jederzeit können sie uns anrufen, sollten irgendwelche Probleme auftauchen. Da ich einige Seminare über Zucht, Aufzucht und Welpenerziehung besucht habe, kann ich in vielen Fällen mit einem Rat helfen. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, versuche ich mich bei Fachleuten kundig zu machen. Selbstverständlich freuen wir uns über jeden Anruf oder Brief, der einfach nur berichtet, daß es dem Hund gut geht. Außerdem veranstalten wir regelmäßige Welpentreffen, um zu sehen, wie es „unseren Rackern“ geht

 

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